Was kostet Content Marketing mit Reazon?

Was eine Content-Marketing-Investition bei Reazon kostet, was sie nicht enthält und für wen sie sich nicht rechnet. Standortbestimmung, TAYA-Programm und CRM-Implementierung: Preisrahmen, Bedingungen und eine klare Liste der Fälle, in denen wir abraten.

Jan-Hendrik Heuing

Was kostet das wirklich

Die häufigste Frage, die ich am Telefon höre, lautet nicht Wie funktioniert das?. Sie lautet Was kostet das?. Und die häufigste Antwort, die Interessenten von anderen Agenturen bekommen, lautet Das hängt davon ab.

Diese Antwort ist nicht falsch. Sie ist nur unbrauchbar.

Wer eine grössere Investition prüft, muss eine Grössenordnung im Kopf haben, bevor das erste Gespräch überhaupt sinnvoll ist. Sonst reden zwei Seiten aneinander vorbei. Deshalb stehen unsere Preise hier, mit Bandbreiten und Bedingungen. Wir nennen das keinen radikalen Schritt. Wir nennen das einen ersten Anstand.

Warum die meisten Agenturen ihre Preise verstecken

Die übliche Begründung: Jeder Kunde ist anders, jedes Projekt ist anders. Das stimmt. Aber jedes Restaurant ist auch anders, und trotzdem steht der Preis auf der Karte.

Der echte Grund ist meistens ein anderer: Wer Preise zeigt, verliert Verhandlungsspielraum. Und wer hoch genug pokert, kommt manchmal mit Stundensätzen davon, die der Kunde im Vergleich nie gewählt hätte.

Das ist legitim. Aber es ist nicht das, was wir bei Reazon tun. TAYA, die Methode, mit der wir arbeiten, hat fünf zentrale Themenfelder. Den Unterschied zwischen TAYA, klassischem Inbound und Performance Marketing erklären wir im Beitrag TAYA vs. Inbound vs. Performance Marketing. Kosten sind das erste. Wir können unseren Kunden nicht raten, ihre Preise offenzulegen, und unsere eigenen verstecken. Das wäre lächerlich.

Drei Leistungen, drei Preisrahmen

Wir haben kein offenes Stundensatzmodell. Wir arbeiten in drei klaren Paketen, weil Stundenabrechnung in unserer Erfahrung Kunden bestraft, die schnell denken, und Agenturen belohnt, die langsam arbeiten.

Standortbestimmung: ab CHF 6'000

Ein zwei- bis dreiwöchiger Prozess, in dem wir Vertrieb, Marketing und Geschäftsleitung interviewen, bestehende Inhalte sichten, Pipeline und CRM-Setup prüfen und am Ende eine Einschätzung abgeben. Was ist machbar, was ist nicht machbar, wo liegt der Hebel.

Am Ende steht ein Dokument von 15 bis 25 Seiten und ein Gespräch. Manche Kunden setzen damit selbst um. Andere starten mit uns weiter. Beides ist okay.

Wichtig: Wir machen die Standortbestimmung auch dann, wenn wir am Ende davon abraten, weiterzumachen. Das passiert öfter, als man denkt.

TAYA-Programm: ab CHF 3'500 pro Monat, Mindestlaufzeit 12 Monate

Das ist der Kern dessen, was wir tun. Wir bauen mit dir gemeinsam einen redaktionellen Prozess auf, der die Fragen deiner Käufer beantwortet, deinen Vertrieb in die Inhaltsproduktion einbindet und Schritt für Schritt eine Pipeline aufbaut, die nicht von bezahlter Reichweite abhängt.

Zwölf Monate sind das absolute Minimum. Wer kürzer plant, plant das Scheitern. Realistisch sind zwölf bis achtzehn Monate, bis das Programm wirkt.

Warum zwölf Monate das Minimum sind, hat drei Gründe:

  • Organische Sichtbarkeit braucht Zeit. Suchmaschinen indexieren neue Inhalte, prüfen sie, vergleichen sie mit Bestehendem. Bei einer mittelgrossen B2B-Domain dauert es im Schnitt drei bis sechs Monate, bis ein neuer Artikel stabile Rankings entwickelt. Bis genug Inhalte zusammenwirken und sich eine Themenautorität aufbaut, vergehen weitere Quartale.
  • Der Vertrieb braucht Zeit, die Inhalte zu adoptieren. Es dauert vier bis acht Monate, bis Aussendienst-Mitarbeitende Inhalte selbstverständlich in Gespräche einbauen und Käufer-Feedback systematisch zurückspielen. Ohne diese Rückkopplung entstehen die nächsten Themen nicht aus dem Markt, sondern aus der Marketing-Abteilung, und das Programm verliert seine Substanz.
  • Der Wert kumuliert, er addiert sich nicht. In den ersten sechs Monaten liefert ein TAYA-Programm fast keinen direkten Pipeline-Effekt, in Monat sieben bis zwölf kommen erste Anfragen, ab Monat dreizehn beginnt die Kurve, sich zu drehen.

Wer nach sechs Monaten aussteigt, schneidet sich das Programm genau dort weg, wo der Hebel beginnt, sich aufzubauen. Das ist betriebswirtschaftlich die teuerste Variante, weil die volle Vorinvestition gezahlt wurde, ohne den Rückfluss zu sehen. Genau aus diesem Grund arbeiten wir nicht in Sechs-Monats-Verträgen.

CRM-Implementierung: ab CHF 8'000, projektabhängig

Meist HubSpot, gelegentlich Salesforce, in Einzelfällen Pipedrive oder Zoho. Setup, Datenmigration, Prozessmodellierung, Schulung der Sales-Mannschaft. Je nach Komplexität und Anzahl der Datenquellen liegt das Projekt zwischen CHF 8'000 und CHF 35'000.

Wir sind kein klassisches Implementierungshaus mit zwanzig Beraterinnen. Wir machen das, weil ein TAYA-Programm ohne sauberes CRM nach sechs Monaten ins Leere läuft. Wenn dein CRM schon steht und sauber gepflegt ist, brauchst du uns dafür nicht. Wie ein sauberes CRM-Setup aussieht, beschreiben wir auf der Seite CRM richtig nutzen.

Wie ein TAYA-Programm zeitlich aussieht

Damit der Monatsbetrag eingeordnet werden kann, hier die übliche Phasenstruktur.

Monat 1 bis 2: Aufsetzen. Insight Sessions mit dem Vertrieb. Fragenkatalog. Redaktionsplan. Verzahnung mit dem CRM. Definition von zwei bis drei Pilotthemen. In dieser Phase passiert nach aussen wenig Sichtbares.

Monat 2 bis 6: Aufbau. Wir produzieren regelmässig. Die ersten Inhalte werden geschrieben, redigiert, freigegeben, veröffentlicht. Vertrieb beginnt, sie in Gesprächen zu nutzen. Erste Signale aus dem Web kommen, aber noch keine messbaren Effekte auf die Pipeline.

Monat 6 bis 12: Ausbau. Inhalte greifen ineinander. Suchmaschinen indexieren. Vertrieb hat Routinen entwickelt, Inhalte direkt mit Interessenten zu teilen. Erste Leads kommen über Inhalte rein, oft mit deutlich besserer Qualifikation als über Kaltakquise.

Wer von uns Resultate in Monat drei erwartet, sollte nicht mit uns starten. Das ist keine Floskel. Das ist Erfahrung.

Was den Preis nach oben treibt

Es gibt drei Faktoren, die einen Monatsbetrag aus dem Standardrahmen heben:

  • Komplexität der Branche. Wer Stahlkonstruktionen, Medizintechnik oder Finanzregulierung verkauft, braucht mehr Recherche pro Inhalt. Wir lesen uns ein, sprechen mit Ingenieurinnen und Spezialistinnen, validieren Aussagen. Das kostet Zeit.
  • Mehrsprachigkeit. Deutsch und Französisch parallel ist kein doppelter Aufwand, aber ein deutlicher Aufschlag. Englisch zusätzlich verändert die Struktur des Programms.
  • In-House-Coaching. Manche Kunden wollen ihr eigenes Marketing-Team befähigen, langfristig selbst zu produzieren. Das ist sinnvoll, aber aufwendig. Coaching, Reviews, gemeinsame Sessions kommen on top.

Was den Preis nach unten zieht

Auf der anderen Seite gibt es Faktoren, die ein Programm günstiger machen:

  • Existierendes, sauberes CRM. Spart die ersten Wochen.
  • Produktionsfähiges Content-Team intern. Wir steuern, das Team produziert. Das reduziert unseren Aufwand merklich.
  • Ein Markt, eine Sprache. Schweiz Deutsch und nichts daneben ist der einfachste Fall.

Wenn alle drei Bedingungen zutreffen, liegen wir oft an der unteren Kante der Spanne.

Was nicht im Preis enthalten ist

Vier Positionen, die separat laufen:

  • Ad-Budget. Wenn wir LinkedIn-Promotion oder Google-Anzeigen empfehlen, ist das Mediabudget separat. Wir buchen es transparent, ohne Aufschlag.
  • Tool-Lizenzen. HubSpot, SEMrush, Notion, was auch immer gebraucht wird. Die Lizenzen laufen auf den Kunden, nicht auf uns.
  • Übersetzungen. Wenn französische oder englische Inhalte gebraucht werden, arbeiten wir mit spezialisierten Übersetzerinnen. Das wird separat ausgewiesen.
  • Foto- und Videoproduktion über die Basics hinaus. Kleinere Produktionen für Web und LinkedIn übernehmen wir. Imagefilme, aufwendige Studioproduktionen, Set-Design sind eigene Projekte.

Wir nennen das keine Transparenz-Geste. Wir nennen das sauber kalkulieren.

Bei wem Reazon nicht passt

Ich werde am Ende eines guten Gesprächs gelegentlich gefragt, für wen wir das falsche Gegenüber sind. Eine klare Liste:

  • Geschäfte ohne echte Recherche-Phase vor dem Kauf. TAYA setzt darauf, dass Käufer sich vor der Entscheidung informieren und Antworten suchen. Wo das nicht stattfindet (Impulskäufe, reines transaktionales B2C, Commodity-Geschäfte, die nur über Preis differenzieren), wirken Inhalte nicht. Umsatz und Teamgrösse spielen dafür keine Rolle.
  • Reines transaktionales B2C. Wer Schuhe oder Reisetaschen über Marktplätze verkauft, braucht Performance Marketing, nicht TAYA. Wir machen das nicht.
  • Unternehmen, die Posts auf Bestellung wollen. Wir bauen Strategien und Prozesse. Wir sind keine Lieferanten, die fünf Beiträge pro Woche raushauen, unabhängig davon, ob sie wirken oder nicht.
  • Unternehmen ohne internen Kümmerer. Wer keine Person im Haus hat, die das Programm vorantreibt, sollte nicht starten. Wir kommen nicht weiter, wenn auf der Kundenseite niemand entscheidet.

Diese Liste ist nicht dazu da, Kunden abzuschrecken. Sie ist dazu da, beiden Seiten eine unnötige Stunde zu ersparen.

Der nächste Schritt

Wer eine Grössenordnung im Kopf hat und prüfen will, ob das für sein Geschäft Sinn macht, beginnt mit einem Erstgespräch. Auf der Seite Zusammenarbeit steht, wie das konkret aussieht. Kostenlos, ungefähr eine Stunde, keine Verkaufsveranstaltung. Wir gehen Pipeline, Vertrieb, vorhandene Inhalte und CRM durch und sagen klar, ob eine Standortbestimmung sich lohnt.

Wenn nicht, sagen wir das auch. Das ist kein besonderer Anspruch. Das ist Selbsterhalt: Wir nehmen keine Mandate an, die scheitern werden.