Was kostet die Einführung der TAYA-Methode im B2B?
Die Einführung von TAYA bindet interne Zeit, redaktionelle Kapazität und technische Mittel. Drei Szenarien zeigen die Kosten eines internen, hybriden oder vollständig begleiteten Aufbaus im Schweizer B2B.
Jan-Hendrik HeuingAktualisiert
Weshalb TAYA keinen Pauschalpreis hat
TAYA ist weder eine Softwarelizenz noch ein einzelner Workshop. Die Methode verändert, wie ein Unternehmen Käuferfragen sammelt, Inhalte erstellt und sie im Vertrieb nutzt. Deshalb verteilen sich die Kosten auf mehrere Budgetstellen.
Dieser Beitrag zeigt die einzelnen Blöcke und drei mögliche Modelle für Schweizer B2B-Unternehmen. Die konkreten Preise von Reazon findest du unter Was kostet Content Marketing mit Reazon.
Die vier Kostenblöcke
Interne Zeit
Das Unternehmen muss Käuferfragen, Fachwissen, Freigaben und Faktenprüfungen beisteuern. Diese Stunden erscheinen nicht auf einer Rechnung, gehören aber zu den Kosten. In unserer Praxis investiert die Person, welche die fachliche Substanz liefert, zwei bis sechs Stunden pro Woche. Hinzu kommt anteilige Koordinationszeit.
Produktion
Artikel müssen geschrieben, redigiert und veröffentlicht werden. Bei interner Produktion entstehen Personalkosten, bei externer Produktion Honorare. Für zwei bis vier Big-5-Beiträge pro Monat ist dies gewöhnlich der grösste laufende Posten.
Technik und Tools
Dazu gehören CMS, ein gepflegtes CRM, ein SEO-Tool und gegebenenfalls eine Analytics-Lösung. Vieles davon ist in manchen Unternehmen bereits vorhanden. Fehlt das CRM oder sind seine Daten nicht brauchbar, entsteht ein separates Projekt. Warum diese Grundlage nötig ist, erklärt Warum dein CRM nicht genutzt wird.
Opportunitätskosten
Die Zeit, die Vertrieb und Geschäftsführung für TAYA einsetzen, fehlt für andere Aufgaben. Das spricht nicht gegen die Methode, muss für einen vollständigen Kostenvergleich aber berücksichtigt werden.
Kosten der Aufsetzphase
Vor der laufenden Produktion steht eine einmalige Einführung. Dazu gehören die ersten Insight Sessions mit dem Vertrieb, der daraus entwickelte Fragenkatalog, ein priorisierter Backlog, der Redaktionsrhythmus und die Verbindung zum CRM. Nur mit dieser Verbindung lässt sich später messen, welche Inhalte etwas bewirken.
Die Aufsetzphase dauert vier bis acht Wochen. Intern verursacht sie vor allem Arbeitszeit. Eine externe Begleitung samt fundierter Standortbestimmung und Backlog kostet in der Schweiz nach unserer Erfahrung 6'000 bis 12'000 CHF. Dieser Posten ist nicht zwingend. Bei gescheiterten Eigenversuchen sehen wir jedoch häufig, dass nach drei Monaten weder die Themen noch ihre Priorisierung nachvollziehbar sind.
Drei Modelle mit Richtwerten
Die Zahlen stammen aus unserer Praxis und dienen als Bandbreiten, nicht als Offerten.
Vollständig intern
Die Geschäftsführung schreibt selbst oder eine Person im Marketing übernimmt die Produktion. Externe Unterstützung gibt es nicht.
Direkt fallen im Wesentlichen Tool-Lizenzen von ungefähr 3'000 bis 8'000 CHF pro Jahr an. Grösser sind die internen Kosten. Ein Pensum von 30 bis 40 Prozent entspricht bei einem Marketinggehalt schnell 35'000 bis 50'000 CHF Vollkosten pro Jahr. Dazu kommt die nicht fakturierte Zeit von Vertrieb und Geschäftsführung.
Das Modell kann funktionieren, wenn jemand intern gut und gerne schreibt und den Rhythmus durchhält. In unserer Erfahrung scheitert es häufig am Tagesgeschäft, sodass die Produktion nach vier Monaten zum Stillstand kommt.
Hybrid
Das Fachwissen kommt aus dem Unternehmen, während eine Agentur oder freie Redakteurin aus den Interviews die Texte erstellt. In unseren Mandaten ist dieses Modell meist am stabilsten: Die interne Substanz bleibt erhalten, ohne dass Fachleute jeden Artikel selbst schreiben müssen.
Die externe Arbeit kostet in der Schweiz typischerweise 3'000 bis 6'000 CHF pro Monat. Die genaue Höhe hängt von Volumen, Branchenkomplexität und Sprachen ab. Intern braucht die fachlich verantwortliche Person zwei bis vier Stunden pro Woche. Dazu kommt ein Anteil für die Koordination. Die Rollenverteilung behandelt der Beitrag Wer schreibt die TAYA-Inhalte.
Vollständig begleitet
Eine Agentur übernimmt Strategie, Produktion und Messung. Intern bleiben eine Quelle für das Fachwissen und eine verantwortliche Person für die Koordination. Von den drei Modellen hat dieses die höchsten externen Kosten, erreicht nach unserer Erfahrung aber am schnellsten einen stabilen Rhythmus.
Im ersten Jahr liegen die externen Kosten inklusive Aufsetzen und CRM-Arbeit zwischen 60'000 und 120'000 CHF. Die interne Zeit für Fachwissen und Koordination kommt hinzu. Ab dem zweiten Jahr entfällt der Setup-Anteil.
Faktoren, die den Preis verändern
Medizintechnik, Finanzregulierung und Maschinenbau benötigen meist mehr Recherche und Faktenprüfung pro Beitrag. Auch parallele Inhalte auf Deutsch und Französisch erhöhen den Aufwand. Ein fehlendes oder vernachlässigtes CRM verursacht zusätzliche Arbeit, bevor sich die Wirkung von TAYA messen lässt.
Günstiger wird die Einführung mit einem gepflegten CRM, einer intern produktionsfähigen Person und einem einzigen Markt in einer Sprache.
Warum ein früher Abbruch teuer ist
Ein Abbruch nach sechs Monaten kann einen grossen Teil der bis dahin getätigten Investition zu versunkenen Kosten machen. Nach unseren Erfahrungswerten entsteht in den ersten sechs Monaten kaum ein Effekt auf die Pipeline, obwohl die Investitionen bereits laufen. Zwischen den Monaten 7 und 13 beginnt sich diese Entwicklung zu verändern.
Wer im sechsten Monat aufhört, trägt damit fast die ganzen Anlaufkosten, ohne die spätere Phase zu erreichen. Welche Pipeline-Wirkung unter diesen Bedingungen realistisch ist, behandelt Was TAYA wirklich für die Pipeline bringt.
Eine belastbare Kalkulation
In unserer Praxis verlangt TAYA oft weniger direkte Ausgaben, aber mehr interne Disziplin, als Unternehmen zunächst erwarten. Agenturhonorare sind nur ein Teil der Rechnung. Ebenso wichtig sind die Arbeitszeit im Unternehmen und ein verlässlicher Rhythmus über zwölf bis achtzehn Monate.
Für eine konkrete Zahl müssen vorhandene Systeme, Fähigkeiten und Kapazitäten geprüft werden. Eine Standortbestimmung ordnet das Unternehmen einem passenden Modell zu und liefert eine planbare Grössenordnung. Dabei kann sich auch zeigen, dass sich die Investition unter den gegebenen Bedingungen nicht rechnet.
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